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Kuhscheiße

Ella, Milchkuh auf der Halsalm • 19. Juni 2022

Ich kann gar nichts dafür!

Muh...äh, also Servus, ich bin die Ella. Meines Zeichens Milchkuh auf der Halsalm. Die erste von links auf dem Foto...


Und ich möchte jetzt hier mal was klarstellen: ich kann gar nichts dafür!


Ständig beschweren sich diese Menschen darüber, dass sie manchmal kleine Hinterlassenschaften von uns Kühen im Stall oder auf dem Weg zum Stall oder auf deren Kleidung oder am Euter oder an den Futtereimern finden. Aber was soll man machen? Wer kräftig futtert und tolle Milch gibt, der muss eben viel verdauen.


Naja, ich weiß schon, ich hab da ein kleines Durchfallproblem, aber im Stall sieht man das halt auch immer soooo deutlich an den Wänden, auf den kleinen Kälbchen hinter mir und die ganzen Spritzer am Boden. Im Gegensatz zu Kuh Flocke kann ich halt keine coolen Blumenbilder schei*en, pah. Aber die Gela neben mir, die hat dasselbe Problem. Was soll man bzw. frau da machen?

Gerade die Hanni hat sich am Anfang ganz schön daran gewöhnen müssen, dass es ständig um Kuhscheiße geht. Auf einer Alm wird sehr häufig über Fäkalien geredet (das Fremdwort hab ich von ihr gelernt, sie hat ja noch leichte Sprachprobleme mit dem Bayerischen). Haben die Kälbchen nämlich Dünnschiss, dann könnte das problematisch sein - sie sind ja noch so klein, vor allem die liebe Tapfer. Alle vergöttern sie, weil sie das kleinste und tatsächlich das niedlichste Kälbchen ist. Sie kann sich auch noch nicht wehren, Hanni und Tobi führen sie manchmal einfach an der Glocke und sie tapst hinterher! Das wäre ja als ausgewachsene Milchkuh nicht denkbar, man hat ja einen Ruf zu wahren als respektvolles großes Weidetier, das die Städter in weitem Bogen umkreisen (unseren Lieblingsplatz am Bergkreuz räumen wir nie).

Aber zurück zu Tapfer...hat sich die doch gleich zweimal ins Fettnäpfchen gesetzt. Einmal hat sie der Hanni beim Rausgehen aus dem Stall mitten in den Weg ihr kleines Häufchen gesetzt und beim nächsten Mal auf dem Kiesweg!


Wir mussten uns ja schwer zurückhalten, nicht allzu süffisant zu muhen; geben sich die beiden doch alle Mühe, dass ihr Weg immer sauber bleibt. Uns begleiten sie doch glatt einzeln nach dem Stall den Weg hinauf mit einem Eimer ;-). Naja, wegen meinem Durchfall treff ich nicht immer so gut rein, aber die Klamotten von den beiden sind sowieso ganz schön dreckig. Und einen Schutz für die Augen haben sie ja auch! Und wie schon Tobis Mama in jungen Jahren wusste: Kuhscheiße im Gesicht soll schöner machen...




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