Muh...äh, also Servus, ich bin die Ella. Meines Zeichens Milchkuh auf der Halsalm. Die erste von links auf dem Foto...
Und ich möchte jetzt hier mal was klarstellen: ich kann gar nichts dafür!
Ständig beschweren sich diese Menschen darüber, dass sie manchmal kleine Hinterlassenschaften von uns Kühen im Stall oder auf dem Weg zum Stall oder auf deren Kleidung oder am Euter oder an den Futtereimern finden. Aber was soll man machen? Wer kräftig futtert und tolle Milch gibt, der muss eben viel verdauen.
Naja, ich weiß schon, ich hab da ein kleines Durchfallproblem, aber im Stall sieht man das halt auch immer soooo deutlich an den Wänden, auf den kleinen Kälbchen hinter mir und die ganzen Spritzer am Boden. Im Gegensatz zu Kuh Flocke kann ich halt keine coolen Blumenbilder schei*en, pah. Aber die Gela neben mir, die hat dasselbe Problem. Was soll man bzw. frau da machen?
Gerade die Hanni hat sich am Anfang ganz schön daran gewöhnen müssen, dass es ständig um Kuhscheiße geht. Auf einer Alm wird sehr häufig über Fäkalien geredet (das Fremdwort hab ich von ihr gelernt, sie hat ja noch leichte Sprachprobleme mit dem Bayerischen). Haben die Kälbchen nämlich Dünnschiss, dann könnte das problematisch sein - sie sind ja noch so klein, vor allem die liebe Tapfer. Alle vergöttern sie, weil sie das kleinste und tatsächlich das niedlichste Kälbchen ist. Sie kann sich auch noch nicht wehren, Hanni und Tobi führen sie manchmal einfach an der Glocke und sie tapst hinterher! Das wäre ja als ausgewachsene Milchkuh nicht denkbar, man hat ja einen Ruf zu wahren als respektvolles großes Weidetier, das die Städter in weitem Bogen umkreisen (unseren Lieblingsplatz am Bergkreuz räumen wir nie).
Aber zurück zu Tapfer...hat sich die doch gleich zweimal ins Fettnäpfchen gesetzt. Einmal hat sie der Hanni beim Rausgehen aus dem Stall mitten in den Weg ihr kleines Häufchen gesetzt und beim nächsten Mal auf dem Kiesweg!
Wir mussten uns ja schwer zurückhalten, nicht allzu süffisant zu muhen; geben sich die beiden doch alle Mühe, dass ihr Weg immer sauber bleibt. Uns begleiten sie doch glatt einzeln nach dem Stall den Weg hinauf mit einem Eimer ;-). Naja, wegen meinem Durchfall treff ich nicht immer so gut rein, aber die Klamotten von den beiden sind sowieso ganz schön dreckig. Und einen Schutz für die Augen haben sie ja auch! Und wie schon Tobis Mama in jungen Jahren wusste: Kuhscheiße im Gesicht soll schöner machen...
WIR SUCHEN EINEN HOF
In aller Kürze
1. 4-10 Hektar landwirtschaftliche Flächen mit kleinem Haus gesucht
2. in Oberbayern oder der Bretagne
3. Wir sind ein motiviertes, hart arbeitendes und gut gelauntes bayerisches Paar.
Was wir suchen
Wir suchen möglichst zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen, circa 4 bis 10 Hektar mit einem kleinen Wohngebäude oder der Möglichkeit ein kleines Haus zu bauen. Weitere Schuppen, Geräte etc. sind sehr willkommen.
Gemüse- und Obstanbau, Imkerei und Kleintierhaltung wäre unsere Vorstellung, Hannis zukünftige Pferdekoppel nicht zu vergessen.
Für uns ist nur ökologischer Landbau als Bewirtschaftungspraxis denkbar – ein Hof in Umstellung, oder einen Hof, den man umstellen kann, wären aber ebenfalls super.
Wer wir sind
Wir sind ein junges Paar Anfang dreißig auf der Suche nach einem Bio-Hof, den wir in Zukunft bewirtschaften wollen. Tobi ist von Hauptberuf Seelsorger und hat, neben mehreren Almsommern, bereits das Bildungsprogramm Landwirt erfolgreich absolviert. Hanni war in den letzten Jahren Geschäftsführerin des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und beschäftigt sich seit langer Zeit mit Landwirtschaft & Umweltschutz. Zusammen haben wir 2022 die Halsalm im Nationalpark Berchtesgaden mit Milchkühen, Jungtieren, eigener kleiner Käserei und Almausschank bewirtschaftet. Derzeit sind wir weltweit unterwegs und lernen auf Biohöfen mehr über die praktische Landwirtschaft – von der Arbeit mit der Motorsäge bis zur Blaubeerernte.
Die Freude, eigenes Gemüse/Obst anzubauen, mit Tieren zu leben und täglich in der Natur zu sein, ist für uns ausschlaggebend geworden, um in die praktische Landwirtschaft zu gehen. Wir sind nicht blauäugig, sondern sehr überlegt, wir sind zufrieden ein körperlich anstrengendes Leben auf dem Land zu führen und wir sind glücklich, dass wir zu zweit diese Lebensweise verwirklichen wollen. Sowohl eine Neben- als auch Vollerwerbslandwirtschaft sind denkbar.
Wo
Am liebsten würden wir in der Nähe unserer Familien und Freunde bleiben, das bedeutet im südlichen Oberbayern: nördliche Grenze in etwa die A8 nach Salzburg, westliche Grenze wäre das Allgäu, östlich und südlich könnten es auch ein wenig nach Österreich hineingehen. Sollte jemand ein Grundstück in der Bretagne kennen, das in Meeresnähe liegt, wäre das ebenfalls eine realistische Option.
Finanzierung
Leider sind wir keine Millionäre – daher sind wir darauf angewiesen, dass entweder jemand unsere Idee eines nachhaltigen Hofs super cool findet und uns einen tollen Preis macht oder dass wir uns mit den bisherigen Besitzer*innen auf ein Leibrentenmodell oder eine Pacht einigen. Oder wir finden eine Stiftung oder ein alternatives Finanzierungsmodell, mit denen wir Land kaufen können oder es für eine Institution bewirtschaften. Ideen und Kontaktaufnahmen herzlich willkommen.
Weitere Ideen
Die Zusammenarbeit mit Schulen, die Belieferung einer Ökokiste, ein kleines Hofcafé, ein Stand auf Wochenmärkten, internationale Programme wie Wwoof (wordwide opportunities on organic farms), politisches Engagement für die Region – oder für ganz Europa im Bereich einer enkeltauglichen Landwirtschaft sind für uns denkbar!
Jetzt brauchen wir eure Hilfe
Bitte haltet die Augen und Ohren offen und meldet euch bei uns – auch wenn die Ideen für eine Hof-/Finanzierungsübernahme oder eventuelle Kontakte weit entfernt erscheinen. Jede kleinste Möglichkeit kann uns weiterhelfen und wir sind bereit all diesen Tipps zu folgen, um einen Hof in unserer Heimat oder Wahlheimat zu finden.
Vielen, vielen herzlichen Dank schon einmal an euch ALLE für alle Hinweise und Ideen und bis hoffentlich ganz bald auf unserem eigenen Bio-Hof!
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